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DIE STORY

Der Maler Basil Hallward erschafft ein Meisterwerk. Es ist ein Bildnis seines
Freundes Dorian Gray, der sich beim Betrachten des Bildes seiner Schönheit und
Jugend bewusst wird.

Er verflucht das Bild: es möge an seiner Stelle altern!

Unter dem schlechten Einfluss des egozentrischen Lebemanns Lord Henry
entscheidet sich Dorian dafür, seine dunklen Seiten maß- und rücksichtslos
auszuleben. Er geht dabei sogar über Leichen.

Und dabei bleibt er tatsächlich jung und schön, während sein Bildnis durch die
eingeprägten Spuren seines verderbten Lebens zur hässlichen Fratze verkommt.

Als die Geister seiner Vergangenheit ihn schließlich einzuholen drohen, fasst er
einen schicksalsschweren Entschluss….

Warum gerade Dorian Gray

In diesem Roman finden wir das mysteriöse Wechselspiel zwischen Kunst und
Leben, in dem das Reale mit dem Irrealen spielt. Es beschreibt die Tragödie um
den Identifikationsverlust einer dekadenten Seele.

Uns faszinierte an der Vorlage gerade das Tryptichon der drei großen Themen, die die Menschen von Anbeginn beschäftigt haben:

Der Kampf Gut gegen Böse, Dekadenz gegen die Reinheit einer Seele,

das oberflächliche Schöne gegen die wahre Liebe und den Glauben daran.

Und natürlich der immerwährende Wunsch des Menschen nach ewigem Leben,
nach Unsterblichkeit – verschont zu bleiben von den Folgen des eigenen Erlebens.
Der Wunsch nach etwas, das Schande und Schuld auf sich nimmt.

Und zu guter Letzt auch die Verlockung, die es bedeutet, Macht über einen
Menschen zu haben, ihn zu manipulieren, zu beeinflussen, ihn mit den eigenen
Gedanken zu infiltrieren.

All diese großen Bereiche, die doch jeden Menschen so oder so betreffen, wollten
wir in diesem Stück darstellen – die Bandbreite der menschlichen Abgründe,
Emotionen und Beziehungen miteinander dargestellt durch eine ebensolche
Bandbreite musikalischer Möglichkeiten.

Diese heutigen Themen vor dem Hintergrund einer ebenfalls sehr zeitlosen “feinen”
Gesellschaft mit ihrer zweifelhaften Moral machen in unseren Augen diesen Roman ewig zeitgemäß....